FeetUp® Trainer - für Yoga, Fitness & Entspannung

Süddeutsche Zeitung berichtet über FeetUp®

 

FeetUp-Erfinder Kilian Trenkle ist gleichzeitig Jungunternehmer und Yogalehrer. Da diese Kombination sehr selten ist, fragte die Süddeutsche Zeitung nach einem Interview, um andere junge Menschen zu inspirieren. In einem netten Gespräch beschrieb Kilian die Hürden auf seinem Weg und warum ihm die Selbstständigkeit Spaß macht. Unter der Titelzeile "Auf dem Kopf" ist nun der Artikel in der Süddeutschen Zeitung erschienen:

"Auf dem Kopf"

Kilian Trenkle, 26, hat ein Yoga-Möbel entworfen, das allen den Kopfstand erleichtern soll. Er selbst macht ihn inzwischen jeden Tag: "Da braucht man keinen Kaffe mehr."

Wenn jemand von sich behaupten darf, er habe seine Lebenseinstellung durch einen Hocker gefunden, dann Kilian. Der Hocker bestimmt Kilians Tagesablauf. Das, was er isst, wie viel Geld er verdient und wie er die Welt betrachtet. Seit nunmehr fünf Jahren schon. Ohne den Hocker wäre Kilian Trenkle, 26, nicht da, wo er heute steht – auf dem Kopf.

Früher war Kilian ein junger Mann wie viele, einer, der nicht recht wusste, wohin nach dem Abitur. Er fotografierte gerne, probierte sich an Grafikprogrammen, übernahm erste kleine Jobs für ein Taschengeld und arbeitete schließlich als Grafiker für die Firma seines Vaters. Dass das nicht alles sein kann, wird ihm klar, als er dort den Hocker sieht: ein Hilfsmittel, um den Kopfstand zu erreichen, die Königsübung im klassischen Yoga. Dieser Hocker ist aus Eisenrohren, er sieht gefährlich aus und ungemütlich. Doch Kilian probiert ihn aus – und wie das Blut schießt ihm die Idee in den Kopf, für die er nun Feuer und Flamme ist, wie er sagt. „Feet Up“ nennt er das Produkt, das er daraufhin entwirft: einen Hocker aus warmem Birkenholz, mit hellem Kunstlederpolster. Dadurch ist sein Hocker komplett vegan. Als Unternehmer muss er auf die Wünsche seiner Zielgruppe eingehen. Das fällt Kilian leicht, weil er quasi zu seiner eigenen Zielgruppe gehört.

Den Kopfstand macht er jeden Morgen. Er beginnt mit Atemübungen, dann legt er den Kopf in die Öffnung des Hockers, lässt ihn baumeln, um sich an den umgekehrten Blutfluss in den Adern zu gewöhnen. Dann schwingt er sich hoch: „Alles Blut aus den Beinen fließt auf einmal rein in den Kopf, da braucht man keinen Kaffee mehr“, sagt er.

Der Kopfstandstuhl ist darauf konzipiert, den Kopfstand, in Yogi-Sprache „Sirsasana“, zu erleichtern: Für diese Übung braucht es normalerweise ein jahrelanges Training. Mit dem Hilfsmittel wird das Körpergewicht von den Armen auf die Schultern verlagert, was den Aufschwung um einiges einfacher macht.

Da der Kopf in der Vorrichtung frei hängt, werden auch die Halswirbel entlastet. Übliche Kopfstand-Verletzungen, die einige Yoga-Magazine beklagen, sollen damit ausbleiben. Mittlerweile ist der FeetUp Yogahocker auch unter anderen Begriffen bekannt. Yogastuhl oder Yogabank wird er auch genannt.

Der Kopfstand habe ihn zum Yoga gebracht, sagt Kilian. Heute ist er ausgebildeter Yoga-Lehrer. Er gibt Kurse, gestaltet mit seinem Grafikerwissen die eigene Homepage und lebt von dem Vertrieb der Hocker. Abstumpfen will er durch seinen Job nicht: „Yoga ist für mich ein Ausbrechen aus diesem Standard-Leben, das man nach Meinung der anderen leben soll.“ Kilian denkt da an das klassische Lebensmodell: Schule, Studium, Karriere, Haus, Familie. „Diese Checkliste zum Abhaken wollte ich nicht. Yoga gibt einem die Möglichkeit, sich selbst zu finden, weil man sich viel mit sich selber auseinandersetzt.“ In Ruhe. Kilian bestreitet, vorher unzufrieden gewesen zu sein. Er habe aber in sich gespürt, dass es mehr geben müsse als nur diese materielle Welt.

Ob der Yoga-Kopfstand ihm nun genau das beschert hat? Kilian lacht und sagt: „Ein Stück davon habe ich immerhin probiert: Die Übung ist erfüllend, danach bin ich hellwach und klar.“ Zufrieden mache ihn auch die Arbeit an seinem Produkt. „Damit habe ich meinen Weg gefunden, und den will ich möglichst gelassen und glücklich gestalten.“ Mit Yoga.

Doch auch in dieser Szene wird gestritten. Von dem Hocker ist nicht jeder überzeugt: „Am Anfang habe ich schon viele komische Blicke geerntet“, sagt Kilian. Er ist häufig auf Messen gereist, um sein Produkt vorzustellen.

Zwischen Chakras und seinen Umsatztabellen findet sich Kilian locker zurecht. Seinen Standpunkt beschreibt er irgendwo dazwischen, indem er sein Glas Yogi-Atem-Tee entschieden in die Mitte des Tisches stellt: „Ich ernähre mich überwiegend vegetarisch, ich bescheiße keine Leute, ich versuche, umgänglich und nett zu sein: Das ist meine Lebenseinstellung.“

Unabhängig von all dem Wirrwarr der Traditionen, dem Streit darum, ob der Kopfstand mit Hocker überhaupt noch ein Kopf- und nicht vielmehr ein Schulterstand ist, will er sein Produkt als Hilfsmittel anerkannt sehen, das vielen die Kopfstandpraxis erleichtert, aber auch ohne Yoga seinen Zweck erfüllt: den Perspektiven-Wechsel."

Quelle: Süddeutsche Zeitung

 

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